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ARCHITEKTEN

Drachenfelsblick
Objekt
Neubau, Mehrfamilienhaus 7WE
Standort
Bad Honnef Rhöndorf
Leistungen
alle Leistungsphasen
Wohnfläche
569 qm
Bauzeit
April 2022 - Oktober 2023
Nachhaltigkeit
EFH 55, Wasser-Wasser Wärmepumpe,
dezentrale Lüftung mit Wärmerückgewinnung
Primärenergiebedarf 19,70 KWh/(m2a) a+
Grundstücksgröße
480 qm
Kosten
KG 300+400 3.100€/qm WFLL
Entwurf und Projektleitung
Adriane Niedner-Siebert
Im Architekturbüro HNS
Das Neubauprojekt in Bad Honnef besetzt ein Grundstück in markanter Dreiecksform an der Schnittstelle von Rhöndorferstraße und Mühlenweg. In unmittelbarer Nähe zum Drachenfels entsteht ein viergeschossiges Wohnhaus, das städtebauliche Lücken schließt und eine klare Kante im Straßenraum formuliert. Die Geometrie des Baukörpers reagiert direkt auf die Grundstückssituation: Zwei Straßenfluchten laufen in einer kreisförmig ausgeformten Spitze zusammen, wodurch eine prägnante städtebauliche Geste entsteht. Eingeschnittene Loggien sowie ein zurückspringendes Staffelgeschoss mit Dachterrasse rhythmisieren die Fassaden und erzeugen plastische Tiefe.
In der Materialität knüpft der Neubau an das benachbarte Bestandsgebäude an. Ein Sockelgeschoss mit dunkelgrüner Fliesenverkleidung bildet die Basis, während horizontale Putzbänder und strukturierte Brüstungen die Obergeschosse gliedern. Die Fassadenkomposition setzt bewusst auf den Dialog von vertikalen und horizontalen Elementen und verstärkt damit die architektonische Spannung an der Grundstücksspitze.
Das Gebäude umfasst insgesamt sieben barrierefreie Wohneinheiten. Sechs kompakte 2-Zimmer-Wohnungen bilden den Regeltypus, ergänzt durch ein großzügiges Penthouse im obersten Geschoss. Alle Wohnungen verfügen über private Außenräume in Form von Loggien oder Terrassen. Die Ausrichtung zur Gebäudespitze ermöglicht besondere Blickbeziehungen zum Drachenfels und unterstreicht die Lagequalität.
Mit seiner klaren Formensprache, der fein abgestimmten Materialwahl und der präzisen städtebaulichen Setzung leistet das Wohnhaus einen Beitrag zur Aufwertung des Straßenraums. Es schafft eine gestalterische Verbindung zwischen historischer und moderner Bausubstanz und interpretiert den Typus der innerstädtischen Randbebauung zeitgemäß.
















